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Wurzelbehandlung unter Mikroskop

Eine Wurzelkanalbehandlung wird notwendig, wenn der Nerv des Zahnes (Pulpa) entzündet oder bereits abgestorben ist. Dies äußert sich häufig in Schmerzen, kann aber auch völlig unbemerkt ge­sche­hen und zufällig beim Kältetest oder im Röntgenbild entdeckt wer­den. Häufig ist es auch vor einer neuen Füllung oder einer Kro­nen­ver­sor­gung notwendig, eine alte Wurzelfüllung zu erneuern.

Bei der Wurzelkanalbehandlung handelt es sich meist um die letzte Möglichkeit, den erkrankten Zahn zu erhalten.

Ablauf

Der betreffende Zahn wird zunächst mittels Kofferdam (einem Gum­mi­tuch) aus der Mundhöhle isoliert. Das schützt den Patienten vor Verschlucken der Instrumente sowie der Spülflüssigkeit und ga­ran­tiert zusätzlich ein ruhiges und konzentriertes Arbeiten für den Behandler.

Je nachdem wie viele Wurzelkanäle der Zahn hat (bis zu 5) und wie gut diese zugänglich und zu reinigen sind, können mehrere, teils zeitaufwendige Termine notwendig werden. Bei der Behandlung wird mit bis zu 20-facher Vergrößerung durch das Mikroskop in den Zahn hineingeschaut und feinste Wurzelkanalstrukturen erkannt, erweitert, desinfiziert und gefüllt.

Kosten

Die Kosten für die Wurzelkanalbehandlung werden, je nach Situation, nur teilweise von Ihrer Krankenkasse getragen (je nach Zeitaufwand und Anzahl der Wurzelkanäle ergibt sich ein Eigenanteil für den Pa­tien­ten in der Regel zwischen 100,- und 300,- EUR). 

Um nach er­folg­rei­cher Wurzelkanalbehandlung den Zahn langfristig zu erhalten, ist häufig zur Stabilisierung die Versorgung mit einer Krone oder Teil­kro­ne angeraten.

Alternativen

Alternativen zur Wurzelkanalbehandlung sind zahnärztlich-chi­rur­gi­sche Eingriffe, bei denen die Wurzelspitze abgetrennt oder bei Zähnen im Seitenzahngebiet ein Teil des Zahnes entfernt werden kann. Diese Behandlung ist bei sorgfältiger Durchführung einer normalen Wurzelbehandlung unter Verwenden von Mikroskop, elektronischer Wurzelkanallängenmessung, Intensiver Desinfektion und dreidimensionaler Fülltechnik in den allermeisten Fällen nicht mehr notwendig.

Gerade in den letzten 15 Jahren hat sich auf diesem Fachgebiet der Zahnmedizin sehr viel weiterentwickelt, und die Erfolgsaussichten sind, von früher 50%, heute auf deutlich über 90% gestiegen. Auch das Entfernen von alten Wurzelfüllungen und erneute Wu­rzel­be­hand­lung sind dank der Mikroskop-Technik häufig erfolgs­ver­spre­chend.

Meistens ist ein eigener Zahn besser als ein Implantat. Wir beraten Sie gerne, auch unverbindlich für eine Zweitmeinung.